„Theater O Theater du” lässt Nestroy seine Pepi Amsel in „Frühere Verhältnisse” singen. (Bei uns gespielt 2004) Das wäre auch die Ouvertüre zu unserem „Umsonst!”
Theatermilieu und menschliche Beziehungsqualen: Zwei Schauspieler Arthur und Pitzl - der eine hat Liebesqualen: Er spielt der ältlichen Anastasia Mispel vor, dass er sie anziehend findet, weil er in Wirklichkeit ihre Nichte Emma liebt. Die hat aber einen Onkel - Finster - der das Theater hasst und einen Bräutigam, seinen Neffen, für sie ausgesucht hat dem Finsters Vermögen einmal zu Teil wird.Pitzl hat Probleme mit seinem Talent. Er kann es nicht begreifen, daß er nicht ein großartiger Schauspieler ist. Er muss nur außerhalb des Theaters immer wieder einspringen, um seinem Freund Arthur zu helfen. Beide wohnen in einem Untermietszimmer in der Wohnung der Anastasia. Nur eine Tür trennt die beiden Räume. Ein Schlüsselloch ist Tor zum Schicksal. In Tränen endet der erste Akt.
Zweiter Akt: Das Schlüsselloch wird zum „Weißen Lamm”, einem Landgasthaus, wo sich ein Drama zwischen Wirt Sauerfaß, Wirtstochter Sali und Kellner Georg abspielt. Immer wieder spielen Briefe Hauptrollen.
Pitzl und Arthur werden in diese neuerliche Tragödie dramatisch verstrickt. Arthur schlüpft in verschiedenste Rollen, bis alles auffliegt: Der Kellner erkennt Arthur der ihm Geld schuldig ist. Er soll zahlen!
Im 3. Akt erscheint auch noch Finster mit Emma.
Auch hier sind die Szenen auf Zimmer, Gänge und Wirtsgarten verteilt. Als sogenannter Höhepunkt der Tragödie kommen die beiden Maushubers: Vater und Sohn. (Als diesen Sohn hatte sich Arthur auch vorher ausgegeben). Jetzt erweitern sich die grausamen Verwicklungen.
Die Sali liebt den Georg aber Sauerfaß verbietet die Verbindung. Nur Pitzl geht mit der Hoffnung, ein neues Theater zu finden, um dort seine Kunst zu beweisen.
Und wie's halt in so Stücken zugeht, finden alle zueinander. Das Theater in Steyr, wo alle Dramen gespielt werden, bleibt als Hintergrund in allen Köpfen dieser Figuren. Es ist das Herz der Kunst.
O Steyr O Steyr!